Der menschliche Organismus benötigt zur Aufrechterhaltung aller lebenswichtigen Funktionen auch in absoluter Ruhe Energie (es handelt sich dabei um den sogenannten Basisenergiestoffwechsel). Ist ein zusätzlicher Energieaufwand bei z.B. jeder körperlichen Aktivität, insbesondere bei sportlicher Betätigung, notwendig, spricht man vom Leistungsstoffwechsel. Während Pflanzen physikalische Energie (Licht) bei ihrer Photosynthese zur Energiegewinnung verwenden, ist dies beim Menschen leider nicht möglich. Er ist auf die Zufuhr chemischer Energie in Form von Nahrung angewiesen. Diese wird in Folge komplexer, umfangreicher Stoffwechselvorgänge in biologische Energie umgewandelt, die dann wiederum Arbeitsleistungen des Organismus oder des Muskels ermöglicht. Dabei ist das Molekül ATP (Adenosintriphopsphat) die universell nutzbare Energie der Zellen. Es ist sozusagen die „Universalwährung“ für alle energiebenötigenden Vorgänge. Im Allgemeinen wird die in der natürlichen Nahrung enthaltene chemische Energie in den Zellen in ATP umgewandelt, das dann bei sämtlichen internen Reaktionen, die die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge darstellen, wieder verbraucht wird.

Alle Substanzen, welche der Körper benötigt, sind Bestandteil unserer täglichen Nahrung. Wir unterscheiden hierbei sowohl pflanzliche als auch tierische Herkunft. Die so aufgenommenen Hauptnährstoffe lassen sich in die drei Gruppen Kohlenhydrate, Fette sowie Proteine kategorisieren (näheres in den anderen Kapiteln). Sie werden über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die Leber und das Blut in die Zielorgane transportiert. Dort dienen sie z.B. als Werkstoffe, Baustoffe und Energielieferanten.